Hat’s gefunkt??

Die Macht des ersten Eindrucks

Ob der Sohn seine neue Freundin vorstellt oder der Personaler einen neuen Bewerber kennen lernt, binnen weniger Sekunden haben wir ein Gefühl dafür, ob wir eine Person mögen oder nicht.

Der erste Eindruck entscheidet über Erfolg und Misserfolg, sei es beim Bewerber-Interview, beim Business Lunch mit einem neuen Geschäftspartner…oder auch im Privatleben. Treffen wir zum ersten Mal auf eine unbekannte Person, bilden wir uns unbewusst in den ersten 10 – 180 Sekunden eine Meinung.

In Zeitlupe betrachtet läuft diese unbewusste Meinungsbildung in 3 Phasen ab:

  1. Aufgrund dessen, was wir sehen, also Kleidung, Aussehen und Körperhaltung der Person, entwickeln wir blitzschnell ein Grundgefühl: Freund oder Feind, sympathisch oder nicht.
  2. Nun sind wir nicht mehr unvoreingenommen, und alles, was uns später an der Person auffällt, wird ähnlich beurteilt.
  3. Schließlich machen wir uns ein Bild von der „Gesamtpersönlichkeit“, wir schreiben der Person Eigenschaften zu, die zu unserem ersten Eindruck passen und interpretieren passende Merkmale hinzu.

Dieser erste Eindruck hält sich hartnäckig. Was kann man also als Bewerber tun, um einen möglichst guten ersten Eindruck zu hinterlassen und somit Türen zu öffnen…?

Psychologische Studien belegen, dass der erste Eindruck zu 55% von unserer Kleidung und Körpersprache bestimmt wird, 38% macht die Stimme aus und nur 7% das, was wir sagen.

Kleider machen Leute
Kleidung hat Signalwirkung. Zeigen Sie mit der Wahl Ihrer Kleidung, dass Sie sich des Anlasses bewusst sind. Stellen Sie sich bei der Auswahl folgende Fragen:

  • Welche Erwartungen haben andere an meine Kleidung?
  • Gibt es für spezielle Anlässe feststehende „Dress Codes“?
  • In welchem Umfeld bewege ich mich (beruflich, offiziell, privat?)
  • Was passt zu mir und meinem Kleidungsstil?

Ihr Körper spricht – immer!
Auch wenn Sie nichts sagen, kommunizieren Sie Botschaften über Ihre Stimmung und innere Haltung. Die äußere Haltung wirkt sich auf die innere aus – und umgekehrt. Machen Sie sich also Ihrer Körpersprache bewusst und beachten Sie folgende Punkte:

Mimik
Versuchen Sie Ihre Mimik so einzusetzen, dass Sie das Gesagte unterstreicht. Blickkontakt mit Ihrem Gesprächspartner ist ein Zeichen von Interesse und darf gerade beim ersten Eindruck nicht fehlen.

Hände
Vermeiden Sie unbewusste Verlegenheitsgesten wie Spielen mit Haaren oder Ohrring – oder auch mit dem Kugelschreiber.

Körperhaltung
Achten sie auf einen stabilen Stand, das Gewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilt. Schultern entspannen (nicht hochziehen) und Arme locker am Körper hängen lassen. Kopf, Hals und Wirbelsäule sollen gerade und aufgerichtet sein, der Blick geradeaus… Üben Sie eine für Sie bequeme und sichere Sitz- und Standhaltung, die Ihnen auch in Stresssituationen ein sicheres Gefühl verleiht!

Die Stimme
Achten Sie auf Ihre Stimmlage und Wortwahl. Viele Menschen neigen dazu, bei Aufregung zu schnell zu sprechen: Bremsen Sie Ihr Sprechtempo und achten Sie auch auf eine angenehme Lautstärke.

Der Inhalt
Auch wenn der Inhalt nur zu 7% den ersten Eindruck bestimmt, so ist es dennoch wichtig, was Sie sagen. Auch wenn es zur Begrüßung nur ein wenig Small Talk ist, nutzen Sie statt Floskeln persönliche Formulierung.

Business Etikette
Selbstredend sollten Sie mit den wichtigsten Regeln der Business Ettikette vertraut sein. So kann man gerade bei der Vorstellung von Personen in einige Fettnäpfchen treten und den ersten Eindruck trüben. Prägen Sie sich also die wichtigsten Regelungen stilsicher ein!

Mit ein wenig Reflexion über die eigene Außenwirkung und Übung wird es Ihnen besser gelingen, einen guten ersten Eindruck zu machen. Sie gehen damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung „neuer Job“.

In meinen Karriereberatungen übe ich mit meinen Klienten genau diese Situationen – und es ist bemerkenswert, wie schnell und leicht man deutliche positive Veränderungen bemerken kann!

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