Mitarbeitergespräch

Das Mitarbeitergespräch

Erfolgreiche Führung erfordert den permanenten Dialog zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter. Mitarbeitergespräche sind ein wichtiges Instrument in der Personalführung und auch in der Personalentwicklung.

Warum sind sie so wichtig?

Mit einem Mitarbeitergespräch nimmt sich die Führungskraft bewusst Zeit für ihren Mitarbeiter. Beide Seiten haben Gelegenheit, Feedback zu geben. Als Chef kann man – losgelöst vom Tagesgeschäft – dem Mitarbeiter einerseits Lob und Wertschätzung entgegen bringen – andererseits auch über verbesserungswürdige Leistungen sprechen und kooperativ Vereinbarungen treffen. Mitarbeitergespräche bieten somit eine wertvolle Gelegenheit, die Beziehungsebene zu gestalten, Vertrauen aufzubauen und somit auch die Zusammenarbeit zu verbessern.

In vielen Firmen existiert ein festgelegter Prozess für das Führen von offiziellen Mitarbeitergesprächen – häufig gibt es vorgegebene Leitfäden oder Checklisten, um den Ablauf zu strukturieren.

Die Anlässe für Mitarbeitergespräche sind sehr unterschiedlich – und hier gibt es auch keine klaren Abgrenzungen: Die Skala reicht vom Motivationsgespräch über Kritik- oder Konfliktgespräch bis hin zum Jahresgespräch, Beurteilungsgespräch oder Zielvereinbarungsgespräch. In den meisten Fällen ist es eine Mischung aus verschiedenen Anlässen.

Die Vorbereitung

Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin, planen Sie genügend Zeit ein. Sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre, indem das Gespräch nicht zwischen Tür und Angel stattfindet, sondern in einem separaten Raum – idealerweise nicht Ihr Büro. Stellen Sie einen ungestörten Ablauf sicher. Klären Sie mit dem Mitarbeiter im Vorfeld die Themen grob ab – beide Seiten sollten Gelegenheit haben, Fragen und offene Punkte anzusprechen. Idealerweise bereiten Sie sich beide schriftlich auf das Gespräch vor.

Eine gute Struktur sorgt für einen gelungenen Gesprächsablauf

Nach einem kurzen Smalltalk klären Sie die Themen, den Sinn bzw. das Ziel des Gesprächs sowie den Gesprächsablauf.

Mögliche Gesprächsinhalte sind dann im Anschluss

  • Vergangenheit analysieren: Würdigung von Erfolgen/Ursachen von Problemen
  • Folgerungen für die Zukunft: Wiederholbarkeit von Erfolgen/Lösungen für Probleme

Am Ende fassen Sie die Gesprächsergebnisse noch einmal zusammen. Die vereinbarten Schritte oder Ziele sollten möglichst schriftlich festgehalten werden. Finden Sie einen positiven, verbindlichen Abschluss.

Bei der Gesprächsgestaltung helfen Ihnen Gesprächstechniken wie offene Fragen, Ich-Botschaften und Aktives Zuhören. Achten Sie darauf, dass Ihr Redeanteil nicht überwiegt. Wer viel redet, erfährt wenig – und Sie wollen ja auch von Ihrem Mitarbeiter Antworten, Informationen und Meinungen erfahren.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 11.10.2012.
  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.