Probezeit

Hat man es geschafft, in seinem ausgewählten Beruf eine Anstellung zu finden, gilt es zunächst, seinen Vorgesetzten davon zu überzeugen, dass seine Entscheidung richtig war und den positiven Eindruck, den man im Bewerbungsprozess gemacht hat, zu bestätigen.

In fast jedem Unternehmen wird heute eine Probezeit von mindestens 3 Monaten, längstens jedoch 6 Monaten vereinbart. In dieser Zeit kann das Arbeitsverhältnis beiderseitig ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist oder Angabe von Gründen gekündigt werden. Die Probezeit dient beiden Seiten: Der Arbeitgeber kann sich von den beruflichen Qualifikationen und persönlichen Stärken des neuen Mitarbeiters überzeugen  und der Mitarbeiter kann für sich „testen“, ob die Arbeitsinhalte, die Atmosphäre und Anforderungen stimmen.

Während der Probezeit können jedoch so manche Fettnäpfchen und Stolpersteine auftauchen. Gekonnt umschiffen Sie diese, wenn Sie folgende Strategie verfolgen und unsere anschließenden Do’s und Don’ts beachten:

Die erste Phase der Probezeit besteht daraus, möglichst viele Informationen zu sammeln, Dinge zu erkunden und zu beobachten. Es geht darum, Strukturen, Hierarchien und auch Regeln zu erkennen. In der zweiten Phase gilt es dann, diese Beobachtungen einzusetzen, um die Erwartungen zu erfüllen. Bauen Sie in dieser Phase auch behutsam den Kontakt zu Ihren neuen Kollegen aus. Etwa nach drei Monaten sind Sie in der Regel richtig im Team integriert, Ihre Anwesenheit wird als selbstverständlich angesehen und Sie werden für Ihre Aufgaben eingesetzt und gebraucht.

Die do’s und don’ts

  • Zeigen Sie Interesse am Unternehmen, an den Produkten bzw. Dienstleistungen und stellen Sie Fragen
  • Seien Sie neuen Aufgaben gegenüber aufgeschlossen
  • Zeigen Sie Bereitschaft, Ihre neuen Kollegen zu unterstützen
  • Halten Sie sich gerade in der Anfangsphase mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen zurück
  • Bauen Sie behutsam die Beziehung zu Ihren Kollegen auf, mit einem gesunden Maß an freundlichem Interesse und Distanz
  • Halten Sie sich aus eventuell bestehenden Interessenskonflikten heraus und bleiben Sie Gruppierungen gegenüber möglichst neutral
  • Beachten Sie bestehende Hierarchien und Hierarchiewege

Nach einer Zeit von 3-4 Wochen sollten Sie um ein Gespräch mit dem Personalleiter  oder Ihrem Vorgesetzten bitten, um eine erste Resonanz  zu erhalten. Hier können Sie auch Probleme und Fragen besprechen, die  erst nach einigen Arbeitstagen auftreten und welche beim Einstellungsgespräch nicht erkennbar waren.

Wenn Sie diese Punkte beachten, sollte einem erfolgreichen Einstieg in das Unternehmen nichts im Wege stehen!


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 31.07.2012.
  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.