Mitarbeitern Feedback geben: So klappt’s am besten

Für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer ist es wichtig, dass sie zu jedem Zeitpunkt darüber informiert sind, wie ihre Arbeiten beurteilt werden. Dabei geht es nicht nur um die Ergebnisse von Projekten, sondern natürlich auch um die individuellen Leistungen von Mitarbeitern..

Nur so ist es möglich, dass die Leistungen im Laufe der Zeit verbessert werden können und die Effizienz gesteigert wird. Allerdings ist das Thema Feedback auch eine Herausforderung. Wie wird Feedback richtig weitergegeben, ohne dass dabei einer der vielen möglichen Fehler gemacht wird?

Die Bedeutung von Feedback in einem Unternehmen

Wer einmal einen Blick auf Feedback in Unternehmen wirft, stellt fest: Viele Mitarbeiter haben den Eindruck, dass man sie nicht darüber informiert, wie wichtig sie für das Unternehmen sind. Sie haben keine Möglichkeit, externe Einschätzungen für ihre Tätigkeit zu nutzen und sind entsprechend verunsichert.

Es gibt darüber hinaus eine weitere Seite: Der Mangel an Feedback führt dazu, dass Aufgaben immer auf die gleiche Weise erledigt werden und es keine Verbesserungen bzw. Anpassungen im Workflow gibt. Wenn die Tätigkeit aber nicht optimal ausgeführt wird, kann das mangelnde Feedback langfristig zu einer Frustration auf beiden Seiten führen. Feedback ist also essentiell, wenn es um ein Arbeitsumfeld mit Wohlgefühl und Effizienz geht.

Das Problem mit der Rücksprache über Probleme, Verbesserungen oder auch guten Arbeiten liegt aber darin, dass es viele potenzielle Stolpersteine gibt. Niemand wird gerne kritisiert und nur die wenigstens Persönlichkeiten gehen unbefangen an die Bewertung der Mitarbeiter und Kollegen. Daher ist es wichtig, dass man sich mit den typischen Maßnahmen und Tipps beschäftigt, wie das Feedback richtig weitergegeben werden kann.

Der Grundsatz sollte sein: Sachliche Offenheit. Natürlich darf auf individuelle Charakterzüge, etwa einer eher sensible Person, besondere Rücksicht genommen werden. Ehrlichkeit ist aber immer der Schlüssel für ein gutes Feedback.

Auf die richtige Weise Kritik an Mitarbeitern üben

Gerade frisch beförderte Führungskräfte haben oftmals eine gewisse Scheu vor dem Thema Feedback. Seminare und Coachings helfen weiter, diese Fähigkeiten zu entwickeln. Es gibt allerdings einige Grundregeln, die dabei helfen können, das Thema Feedback auf die richtige Weise anzugehen.

  • Vier-Augen-Prinzip: Grundsätzlich sollte Feedback, ob nun positiv oder negativ, immer unter vier Augen erteilt werden. Auf diese Weise bleiben die Inhalte unter den Parteien und es entsteht nicht das Gefühl einer öffentlichen Demütigung.
  • Objektivität: Einer der größten Irrtümer ist es, das Feedback so erscheinen zu lassen, als wäre es objektiv. Bei den Formulierungen sollte darauf geachtet werden, dass man sich auf die objektiven Fakten beschränkt. Subjektive Eindrücke sollten als solche klar gekennzeichnet werden. „Sie waren nicht vorbereitet“ ist falsch. „Ich hatte das Gefühl, dass sie falsch vorbereitet waren“ ist zielführender.
  • Kritik stückeln: Es bringt nichts, wenn eine Person auf einen Schlag mit einer Vielzahl an negativer Kritik konfrontiert wird. Häufige Feedback-Gespräche sind besser als Mitarbeiter mit einer ganzen Liste an vermeintlichen Verfehlungen zu konfrontieren.

Dies sind natürlich nur drei Beispiele dafür, wie Kritik richtig an die Mitarbeiter gebracht werden kann. Grundsätzlich gilt: Es geht um die richtige Formulierung, das Timing und das passende Umfeld, um Feedback zu verteilen.

Das Lob nicht vergessen

Einer der häufigsten Fehler in vielen Unternehmen ist es, dass zwar an Kritik nicht gegeizt wird, ein Lob aber eine Seltenheit ist. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ebenso erwähnt wird, wenn sie ihre Arbeit gut machen, entsteht ein positives Klima unter den Mitarbeitern. Das Vertrauensverhältnis zu den Vorgesetzten wird gestärkt und Kritik kann richtig eingeordnet werden. Daher sollte auch an einem Lob nicht gespart werden.

Zusammenfassung

Feedback ist durchaus ein heikles Thema. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und den richtigen Formulierungen ist es aber möglich, die eigenen Mitarbeiter mit dem passenden Feedback noch mehr zu motivieren.

Abbildung: #87429903 | ©mast3r – fotolia.com

  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.   

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