Versagensängste sind Karrierehemmer

Karrierehemmer Versagensängste.Die Angst vor dem eigenen Versagen hat viele Gesichter: Mitten in der Präsentation stockt die Stimme, in der Nacht vor einem wichtigen Meeting ist an Schlaf nicht zu denken, das gut gemeinte Lob vom Chef führt zu innerlichem Druck oder unbezahlte Überstunden werden zum Standard, um schnell noch ein drittes Mal die eigenen Berechnungen zu kontrollieren. Im schlimmsten Fall können Versagensängste krank machen und zu einer Depression oder sozialen Phobie mit Bewertungsangst führen.

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Buzzwords in Stellenanzeigen

Buzzwords in StellenanzeigenWer auf Jobsuche ist und sich mit Stellenanzeigen befasst, wird feststellen: Anscheinend suchen alle Unternehmen exakt dieselben Mitarbeiter. Denn die Anforderungen an die Bewerber sowie die Inhalte der Stellenprofile gleichen sich oft frappierend. Das, was viele Unternehmen als Schlagworte verwenden, nennt man „Buzzwords“. Sie dienen dazu, möglichst viele Bewerber anzusprechen, sind aber in Wirklichkeit völlig nichtssagend. Doch wie unterscheidet man hohle Phrasen von echten Anforderungen?

Was sind Buzzwords?

Buzzwords erkennt man an drei Eigenschaften: Sie sind unkonkret, selbstverständlich oder reine Rhetorik. Unkonkrete Beschreibungen lassen ganz bewusst Spielraum. Sie führen Beispiele auf, der Ausschreiber kann oder will sich jedoch nicht auf genaue Angaben festlegen. Das geschieht meist aus Angst, Bewerber zu verschrecken und damit die Auswahl zu verkleinern. Beliebte Buzzwords sind: unter anderem (u.a.), Bereich, möglichst, bestenfalls oder vorzugsweise. Diese Worte und deren Synonyme sehen zwar sprachlich schön aus, teilen dem Bewerber aber nichts mit.

Selbstverständlichkeiten finden sich oft in Stellenanzeigen, weil viele Unternehmen der Auffassung sind, diese gehörten zum guten Ton. Doch Attribute wie Motivation, Teamfähigkeit, Flexibilität, Einsatzbereitschaft, Lernwilligkeit oder Stressresistenz sind für jeden Beruf essentiell. Wer solche Eigenschaften nicht besitzt, wird es auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, unabhängig davon, ob das Unternehmen diese Eigenschaften als wünschenswert ausgeschrieben hat. Einen unmotivierten, unhöflichen und sozial unverträglichen Mitarbeiter wird definitiv niemand einstellen.

Daneben gibt es Buzzwords, die keinerlei Hintergrund haben. Wahrscheinlich weiß nicht einmal der Ersteller selbst, was er mit ihnen ausdrücken wollte. In vielen Anzeigen finden Sie Wörter wie kreativ, erfolgreich, verantwortungsvoll, innovativ, nachhaltig oder attraktiv. Diese Liste ist schier unendlich und ist eine Schublade von Adjektiven, um eine Position oder ein Unternehmen zu beschreiben.

Stellenanzeigen: Viel gesagt und doch nichts gemeint

Mit diesen Buzzwords entstehen dann blumige Stellenanzeigen wie die folgende:

„Erfolgreiches Industrieunternehmen mit innovativer, nachhaltiger Strategie sucht […]. Sie sind motiviert, engagiert, teamfähig, lernwillig und bereit, sich in einem spannenden Umfeld neu zu beweisen? Mit Ihrer Kreativität und Flexibilität lösen Sie auch Situationen mit hoher Belastung souverän? […]

Zu Ihren Aufgabenbereichen zählt unter anderem […]. Ihre Qualifikationen: Vorzugsweise abgeschlossenes Studium im Bereich […]. Wünschenswert sind Fortbildungen wie […].

Wir bieten Ihnen eine attraktive Vergütung, ein dynamisches Umfeld und hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten. […]“

Sie stellen fest, ohne die Fortsetzungen in Klammern zu kennen, dass eine solche Ausschreibung absolut unpräzise ist. Sie bringt Beispiele und Aufzählungen, jedoch keine konkreten Forderungen oder Ausschlusskriterien. Es wird auch nichts über das Unternehmen ausgesagt, denn jedes Unternehmen beschreibt sich selbst als innovativ und die Vergütung als attraktiv. Niemand schreibt: „Langweiliger Job und miese Bezahlung.“

Auf den Punkt gebracht – die richtige Stellenanzeige

Eine gute Stellenanzeige könnte hingegen so aussehen:

„Inhabergeführtes Familienunternehmen sucht einen strategischen Einkäufer für die Warengruppe Dichtungen. Sie haben Ihr Wirtschaftsstudium mit der Gesamtnote „gut“ oder besser abgeschlossen und verfügen über mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einer ähnlichen Position. Neben dem Hauptstudium haben Sie Fortbildungen der Materialwirtschaft besucht oder einen entsprechenden Vertiefungskurs belegt. Sie können Erfolge (realisierte Einsparungsprojekte oder Lieferzeitverbesserungen) vorweisen und haben Ihre strukturierte Arbeitsweise bei Ihrem bisherigen Arbeitgeber unter Beweis gestellt.

Wir bieten: Eigenverantwortliche Arbeitsgestaltung, flexible Arbeitszeiten und Vergütung gemäß tarifvertraglicher Regelungen mit Aussicht auf eine außertarifliche Verbesserung nach Erreichen festgelegter Erfolgsziele.“

Mit dieser Art von Anzeige wüsste ein Bewerber, ob sich eine Bewerbung lohnt. Eine unpräzise Ausschreibung sollte Sie jedoch nicht von einer Bewerbung abhalten. Im Gegenteil, je unkonkreter, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, das Unternehmen von Ihren Qualitäten zu überzeugen und selbst die Messlatte für andere Bewerber zu sein.

Lesen Sie eine Stellenanzeige daher genau, um zu erkennen, was klare Beschreibungen sind und wohinter sich nur Phrasen verbergen. Legen Sie die messbaren Kriterien zugrunde und lassen Sie sich unklare Passagen im Bewerbungsgespräch erklären. Das zeigt, dass Sie sich intensiv mit der Stelle befasst haben und deren Anforderungen verstehen.

Abbildung: #190833133 | ©mast3r – fotolia.com

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  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.