Business Etikette

Bei Business Etikette denkt man automatisch an den Begriff Business Knigge. Mit Knigge wiederum verbinden viele veraltete Benimmregeln.  Genau diese – überholte – Definition ist aber sachlich falsch.

Zunächst sollte zur Erklärung festgehalten werden, dass der Begriff „Knigge“ auf einen adeligen Schriftsteller und Freidenker basiert, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts sein wohl bekanntestes Werk „Über den Umgang mit Menschen“ verfasste. Dieses Buch ist ein Appell an Taktgefühl und Höflichkeit. Seit dieser Zeit wird Knigge als Referenz der Benimmregeln angesehen, was aber mit dem ursprünglichen Werk nur sehr bedingt zu tun hat.

Was gilt es beim Vorstellungsgespräch zu beachten?

Business Etikette ist heute so aktuell wie nie zuvor. Studien belegen, dass Personalentscheider bewusst oder unbewusst größten Wert auf gute Umgangsformen legen. Gutes Benehmen ist somit ein wichtiger Schlüssel zum beruflichen Erfolg.

Die Zauberworte guter Umgangsformen sind Höflichkeit, angemessenes Verhalten und angemessenes Äußeres. Während jeder Bewerber sich vor dem Interview viele Gedanken über die Kleidung machen wird, werden die anderen Punkte als selbstverständlich voraus gesetzt. Aber es lohnt, sich auch hier einige Gedanken zu machen und sich gut zu informieren.

Unter Höflichkeit versteht man ein respektvolles Miteinander, z.B dass man seinem Gesprächspartner zu hört, ohne ihn zu unterbrechen. Ferner gilt es als höflich, Kollegen und Mitarbeiter stets freundlich zu grüßen. Auch jemanden die Türo auf zu halten ist immer noch ein Zeichen von Höflichkeit.

Unter angemessenem Verhalten versteht man, dass man sich in jeglichen Situationen sicher verhält. Dazu gehören sicheres Auftreten beim Geschäftsessen als auch das Beherrschen der üblichen Regeln bei der Vorstellung. Manche Unternehmen „testen“ die Tischmanieren ihrer Kandidaten, in dem z.B. ein Interview in Form eines Business Lunches statt findet – und nicht selten werden die Teilnehmer eines Assessment Centers auch in der Mittagspause beobachtet. Hier spricht man vom sogenannten „Gabeltest“.

Ein angemessenes Äußeres sollte sich an der Umgebung orientieren. In einer Bank wird man sicher ein klassisches Business Outfit erwarten – in einer Werbeagentur ist wahrscheinlich ein etwas legereres Outfit denkbar. In einem Vorstelungsgespräch sollte man jedoch immer ein klassisches und dezentes Outfit wählen.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 27.03.2012.
  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.