Kommunikation im beruflichen Alltag

Der Umgang miteinander ist ein entscheidender Faktor für das Klima bei der Arbeit. Maßgeblich wird dieses durch die Kommunikation untereinander geprägt. Im täglichen Umgang bilden sich rasch Konventionen aus, die wie ungeschriebene Gesetze das Gespräch bestimmen.

In dem Zusammenhang wird die Wirkung einer erfolgreichen „Alltagskommunikation“ häufig unterschätzt. Darunter versteht man zum Beispiel die kollegialle Begrüßung am Morgen oder die Beherrschung des Small Talks. Es werden nicht immer wichtige Dinge mitgeteilt, die der Information, sondern der angenehmen und entspannten Stimmung untereinander dienen. Hier wird die Ebene des gemeinsamen Agierens gesichert. Die Frage beispielsweise, ob man der Kollegin einen Kaffee mitbringt oder ob man noch jemandem Post mitnehmen kann, sind ideale Formen der kollegialen Umgangsweisen und kommunikative Türöffner.

Ein erheblicher Faktor bei der Kommunikation ist aber die eigene Verfassung, etwas lockerer ausgedrückt: die Tagesform. Sofern jemand gerade unter hoher Arbeitsbelastung steht, kann das entspannte Miteinander schnell in eine gereizte Stimmung kippen, aus der heraus rasch Missverständnisse entstehen können. Hier ist es hilfreich, kritisch in der Selbstwahrnehmung zu sein und den Kollegen mit Transparenz entgegenzukommen. Ganz konkret hilft es, zur rechten Zeit das richtige Signal zu senden. Es reicht schon mitzuteilen, dass man selbst unter Stress steht und nur deshalb kurz angebunden ist und nicht gestört wird. Diese kleinen Hilfestellungen vermeiden bereits im Vorfeld, dass der andere unsicher wird, sich abgelehnt fühlt und anfängt Dinge in eine Situation zu interpretieren.

Kommunikation ist immer das Spiel mit Unbekannten, es ist im Vorfeld nie klar, wie der andere das aufnimmt, was gesagt wurde. Um hier Missverständnisse so klein wie möglich zu halten und ein gutes Zusammenarbeiten zu gewährleisten, ist die Fähigkeit das offene Gespräch unter vier Augen zu suchen, sobald das Gefühl einer kommunikativen Schieflage entsteht, die beste Form dieser diffusen Stimmung entgegenzuwirken. Die gute Mischung aus Small Talk, Offenheit ohne Aufdringlichkeit und klare Information, sowie das Vermeiden von Klatsch, ermöglichen ein gutes kollegiales Miteinander. Und eines ist ganz wichtig bei aller Kunst des miteinander Redens – sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Dazu trägt auch ein wenig Humor im gemeinsamen Umgang bei.


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 27.03.2012.
  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.