Prokrastination

jetzt oder später?Der Begriff Prokrastination kann im deutschen Sprachgebrauch am besten mit Aufschieberities gleichgesetzt werden.

Prokrastination – der tägliche Kampf der Verleumdung

Das Vermeiden von Prokrastination ist ein erster, effektiver Schritt auf dem Weg zu effizientem Arbeiten.

Die Gründe sind vielfältig, um wichtige Arbeiten und unbequeme Aufgaben erst einmal liegen zu lassen. Entweder widmet man sich den angenehmeren Seiten des Alltags, um zu relaxen. Oder aber man widmet sich endlich wieder den Dingen, die schon vor Wochen hätten erledigt sein können, wenn man denn nur wollte, wie man will.

Alles lockt, was gerade mal wieder nicht in das persönliche Zeitschema passt. Ob soziales Netzwerk, das Blumenumtopfen, der seit Wochen oder Tagen liegen gebliebene Abwasch oder die Stapel zu bügelnder Wäsche. Hauptsache die Dinge, denen man sich momentan widmen sollte, bleiben unerledigt.

Ziele und deren Umsetzung – Pläne schriftlich fixieren

Es fehlt an Zeit- und Selbstmanagement. Es fehlt meist an Zielen. Und wenn es nicht an Zielen fehlt, dann fehlt die Strategie oder der Plan zur Umsetzung. Ein Ziel sollte es sein, die Dinge zu erledigen. Es hilft, die Dinge nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu klassifizieren und dadurch die entsprechenden Prioritäten abzuleiten.

Eine schriftliche Fixierung der Einteilung kann hierbei wahre Wunder bewirken. Nicht auf einem Notizzettel, der im Nirgendwo verschwindet, sondern in einem Ringbuch oder in einer Mappe mit Klemmvorrichtung. Diese bekommt einen festen Platz auf dem Schreibtisch oder wird ständig mitgeführt. Hier gehört alles rein. Jede Aufgabe, die erledigt werden muss. Vom Einkaufszettel über Ideen bis zu Kontaktdaten befindet sich hierin alles fein säuberlich notiert. Natürlich sollte auch ein Tages- oder Wochenkalender nicht fehlen. Für die mittelfristige Planung hat sich ein Monats- bzw. Jahreskalender bewährt.

Die Planung umfasst eine Woche. Die Wochenplanung wird anschließend für die einzelnen Tage verfeinert. Termine und Aufgaben für jeden Tag sollten nur zur Hälfte bzw. zu zwei Dritteln des Tages geplant werden. Denn nichts ist so vorhersehbar wie das Unvorhersehbare. Jeder Tagesplan lässt so ausreichend Freiheit für Überraschungen und spontane Aktivitäten.

Hilfreich ist es oft, die vermeintlichen Zeiten für Ruhe, Körperpflege, Nahrungsaufnahme exakt zu bestimmen, um diese dann mit den tatsächlichen zu vergleichen. Nur so, weiß man, wie die innere Uhr tickt und wie man diese trainieren bzw. neu justieren kann, damit Aufgaben zukünftig innerhalb gesteckter Ziele und Zeiten erfolgreich erledigt werden können.

Ziele und damit einhergehende Planungen müssen realistisch sein. Sonst ist das Scheitern vorprogrammiert. Aber das lässt sich auf so einfache Weise verhindern. Man darf sich da nur nichts vormachen und sich selbst hinters Licht führen. Also schön realistisch bleiben und alles mit kühlem Kopf planen.

Fazit

Am Anfang mag die Selbstkontrolle und der zusätzliche Aufwand für ein Selbst- und Zeitmanagement etwas ungewohnt und wenig beliebt erscheinen. Doch dieser relativ kleine Aufwand wird man nach einigen Monaten des Eingewöhnens nicht mehr missen mögen.

Innerhalb kurzer Zeit wird das Leistungspensum im Vergleich mit dem vorherigen Status Quo wesentlich gesteigert. Schade nur, wenn man noch länger wartet, bis man sich dazu hinreißen lässt. Am besten beginnt man also sofort und hält durch.

Foto: © Christian Pedant – Fotolia.com


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 19.11.2013.
  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.