Konflikte mit Mitarbeitern – Ja bitte! – So befruchtet die kontroverse Auseinandersetzung den Unternehmenserfolg

Konflikt mit Mitarbeiter provozierenIn der heutigen Geschäftswelt ist es nicht mehr üblich, dass nur der Chef Recht hat und die Mitarbeiter sich, wohl oder übel, fügen müssen. Je größer das Unternehmen ist, desto innovativer sind meistens auch seine innerbetrieblichen Strukturen. So gibt es Firmen, in denen sich alle Mitarbeiter untereinander duzen (Das sogenannte „Ikea-Prinzip“), man spricht dann häufig von  „flachen Hierarchien“. Diese können sehr nützlich sein wenn es darum geht, dass alle Mitarbeiter Ideen und Neuerungen in die Arbeitsprozesse mit einbringen können. Davon profitieren der Mitarbeiter, weil er sich und sein Anliegen wertgeschätzt fühlt und der Arbeitgeber, weil die Motivation der Mitarbeiter in den meisten Fällen stark ansteigt.


Vorbereitungen für das fachliche Miteinander

Es ist sinnvoll, alle Mitarbeiter vorab in Workshops oder Trainings mit dem Thema wertschätzende Kommunikation vertraut zu machen, ehe diese aktiv an den Arbeitsprozessen beteiligt werden. So können sie lernen, ihre Kritik konstruktiv, fachlich sachlich und gewinnbringend einzubringen.

Mitarbeiter und die Identifizierung

Es gibt nur zwei Seiten: Identifizierung oder Distanzierung mit und vom Arbeitgeber. Mitarbeiter, die bereits „innerlich gekündigt“ haben distanzieren sich vom Unternehmen und leisten nur noch „Dienst nach Vorschrift“. Wer die Gelegenheit hat, sich in sein Unternehmen einzubringen,  identifiziert sich automatisch für seinen Arbeitgeber. Nicht nur der Betriebsrat ist eine Möglichkeit, aktiv zu sein. Bei Meetings, Schulungen und besonders im Arbeitsalltag fallen Mitarbeitern oft Dinge auf, die optimiert werden könnten, oder aus ihrer Sicht überflüssig sind, oder zuviel Geld kosten. Es können selbstverständlich auch Forderungen nach besseren oder flexibleren Arbeitszeiten oder einer moderneren Büro/Betriebsausstattung sein.

Von Meinungsaustausch und Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber können alle Beteiligten profitieren wenn sie es richtig angehen. So muss das Zuhören und Reden so gelernt werden, dass sich niemand persönlich angegriffen fühl und die Argumente sachlich vorgetragen werden können. Dies betrifft allerdings auch die Manager und Vorgesetzten. Sie sollten eine vorbildliche konstruktive Kommunikation an den Tag legen. Auch dies wird einem nicht in die Wiege gelegt, sondern muss ggf. erlernt werden.

Konflikte positiv besetzt herbei führen

Animieren Sie Ihre Mitarbeiter dazu, ihre Meinung zu Tätigkeiten und Arbeitsabläufen zu sagen, auch dann wenn diese nicht positiv gegenüber der zu verrichteten Arbeit ausfallen.

Auch Sie als Vorgesetzter können dabei lernen, neue Impulse entgegen zu nehmen und in die Prozesse und Strukturen in Ihrem Unternehmen einzubinden.

Konflikte sollten nicht negativ besetzt sein, sondern alle Beteiligten sollten sich auf diese Auseinandersetzungen freuen und dabei freundlich und sachlich miteinander umgehen.
Eine offene Feedback- und auch Streitkultur wirkt sich in den meisten Fällen positiv auf das Betriebsklima und auch auf den Unternehmenserfolg aus – auch wenn es erstmal seltsam klingen mag, Konflikte zu provozieren und aus ihnen gemeinsam zu lernen und sich weiter zu entwickeln.

Foto: © auremar – Fotolia.com

  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.   

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