Social Media Präsenz im Recruiting

Social Media SharingFür viele Unternehmen gestaltet sich das Recruiting von geeigneten Fachkräften schon seit einigen Jahren als nicht sehr einfach. In verschiedenen Studien und Prognosen wird festgestellt, dass die Suche nach den passenden Mitarbeitern sich mit großer Wahrscheinlichkeit in der Zukunft noch als erheblich schwieriger erweisen wird. Zu dem in verschiedenen Branchen großen Mangel an Personal führen zum Beispiel der demografische Wandel sowie die Schwierigkeit, Bewerber mit ausreichenden oder für die zu besetzende Stelle passenden Qualifikationen zu finden. Neben den herkömmlichen Methoden des Personalrecruitings, beispielsweise anhand von öffentlichen Stellenausschreibungen in Zeitschriften oder Jobbörsen, gewinnt die Suche nach geeigneten Bewerbern über Social-Media-Netzwerke immer mehr an Bedeutung.

Die für die Mitarbeitergewinnung am häufigsten genutzten Social-Media-Plattformen

Nicht nur unter jungen Internetnutzern ist es üblich geworden, sich mit Bekannten, Freunden, Studien-Kommilitonen oder Arbeitskollegen über verschiedene Social-Media-Plattformen zu vernetzen. Mittlerweile gehören die Internet-Netzwerke für viele Menschen aller Altersstufen und Berufsgruppen zu den wichtigsten Angeboten des World Wide Web und sie werden sehr aktiv für den Austausch mit Gleichgesinnten oder die Informationsbeschaffung aufgesucht. Viele größere und mittelständische Unternehmen nutzen diese Netzwerke oftmals für ihr Social-Media-Marketing, d.h. um sich und ihr Unternehmen zu präsentieren. Das Social-Media-Recruiting wird dagegen noch recht zögerlich und von den verschiedenen Branchen in unterschiedlichem Umfang eingesetzt. Die Firmen und besonders Unternehmen aus der IT-Branche nutzen verstärkt die Social-Media-Plattform XING. Diese Plattform ist als ein Business-Netzwerk bekannt, bei dem eindeutig berufliche Interessen und ein professioneller Informationsaustausch im Vordergrund stehen. Aber auch Plattformen wie zum Beispiel Linkedin, Facebook, Twitter und andere Social-Media-Netzwerke werden mit wachsendem Anteil für die Mitarbeiterbeschaffung als geeignet angesehen. Als besonders hilfreich bei der Personalsuche werden auch die Kombinationsmöglichkeiten von Social-Media-Präsenzen mit Online-Jobbörsen angesehen. In den Social-Media-Netzwerken können geeignete Bewerber in einer Vorauswahl kennengelernt, das eigene Unternehmen vorteilhaft präsentiert und die zum Arbeitsangebot passenden Stellenausschreibungen zusätzlich zum Beispiel auf Stepstone, Monster oder Jobs.de veröffentlicht werden.

So präsentieren Sie sich und Ihr Unternehmen potenziellen Bewerbern als ein attraktiver und innovativer Arbeitgeber

Bei dem Einsatz von Social-Media-Recruiting ist es besonders wichtig, die zu Ihrem Unternehmen passende Plattform und der von Ihnen gesuchten Zielgruppe auszuwählen. Aber auch die Vernetzung auf verschiedenen Plattformen ist möglich, wenn es für Ihr Unternehmen zweckdienlich ist. Hierbei sollten Sie allerdings auch den damit einhergehenden Arbeitsaufwand bedenken. In den auf diesen Plattformen erstellten Profilen können Sie sich und ihr Unternehmen in vorteilhafter Weise präsentieren. Dabei sollten Sie stets auf die Qualität und Aktualität Ihrer bereitgestellten Informationen achten. Mit Kreativität in der Gestaltung und in Ihren Angeboten erreichen Sie Aufmerksamkeit. Für viele Arbeitnehmer sind in zunehmendem Maße die Arbeitsbedingungen und deren Vereinbarkeit mit einer hohen Lebensqualität wichtiger als zum Beispiel die Höhe des Gehaltes. So bieten Ihnen die Social-Media-Präsenzen hervorragende Möglichkeiten besondere Engagements Ihres Unternehmens darzustellen, wie zum Beispiel im Umweltschutz oder Gesundheits-Programme für Ihre Mitarbeiter und vieles Anderes.

Gesetzliche Bedingungen und Risiken des Social-Media-Recruitings

Vor dem Einsatz von Social-Media-Recruiting sollten Sie sich in jedem Fall mit den verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen, die in diesem Bereich Anwendung finden, auseinandersetzen. So ist es in einigen Fällen nicht ohne Weiteres erlaubt, potenzielle Bewerber direkt anzusprechen. Auch die Kontaktaufnahme telefonisch oder per E-Mail unterliegt bestimmten rechtlichen Vorschriften. Wichtige unterschiedliche rechtliche Vorschriften existieren auch im Bereich der möglichen Bewerbungskandidaten, die sich noch als Mitarbeiter in einem Beschäftigungsverhältnis befinden. Bei der gesamten Kommunikation und dem Informationsaustausch über das Internet ist es weiterhin wichtig, sich über die Geschwindigkeit oder auch Flüchtigkeit dieses Mediums bewusst zu sein. Da es sich um Netzwerke handelt, kommunizieren sehr viele Menschen über unterschiedlichste Wege miteinander und Informationen – auch negative – verbreiten sich mit einer sehr großen Geschwindigkeit. Daher ist es wichtig für ein Unternehmen, möglichst große Kontrolle über die herausgegebenen oder verbreiteten Informationen zu besitzen bzw. zu behalten. Anfragen oder Postings von Bewerbern sollten sehr zeitnah bearbeitet werden. Einerseits um zu wissen, welche Inhalte auf den eigenen Seiten veröffentlicht und andererseits um mögliche Bewerber nicht durch zu lange Antwortzeiten zu enttäuschen und somit zu verlieren.

Foto: © jeff Metzger – Fotolia.com

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