Home Office: Wie Sie zuhause produktiv sind

Home Office: Zuhause produktiv seinDie Arbeit im Home Office entlastet die Firmen finanziell und die Arbeitnehmer oder Freiberufler bei ihrem Zeitmanagement. Arbeitgeber müssen die entsprechenden Arbeitsplätze in ihren Büros nicht mehr zur Verfügung stellen – inklusive der Peripherie wie Parkplatz, genügend große Kantine, Raucherecke, Toilette etc.

Die Arbeitnehmer, von denen rund ein Drittel in Deutschland täglich über 70 km zur Arbeit fahren, sparen sich diese Fahrtzeit, Fahrtkosten (die nie vollständig erstattet werden), teures Kantinenessen und Arbeitskleidung. Allerdings ist es nicht unbedingt einfach, im Home Office effizient zu arbeiten. Wir haben 5 wichtige Tipps dafür zusammengestellt.

Tipp Nr. 1: Zeitmanagement im Home Office

Die Arbeit daheim verleitet zu einer sehr gleitenden Arbeitszeit. Möglicherweise schläft der Berufstätige früh länger und redet sich ein, das ja abends herausarbeiten zu können. Doch abends lockt das Fernsehprogramm.

Außerdem schickt ihn/sie seine Frau / ihr Mann tagsüber zum Einkaufen und sonstigen Besorgungen. Die Kinder sollen zu Aktivitäten gebracht werden, den Paketboten soll der Heimarbeiter auch ja nicht verpassen. Nicht zuletzt gönnt er sich bei all diesem Stress ein ausgiebiges Mittagsschläfchen.

Das alles sind Zeitfresser, welche die Zeitersparnis durch die wegfallende Fahrzeit zunichte machen. Vielleicht arbeitet der Mensch im Home Office auch weniger als im Büro. Das hängt ganz erheblich von der eigenen Disziplin ab. Gegensteuern lässt sich mit einem festen Zeitplan wie im Büro und mit Deadlines für anstehende Aufgaben. Wer es schafft, dokumentiert seine Arbeitszeit im Home Office. Sie sollte nicht unter der im Büro liegen.

Tipp Nr. 2: Arbeit in einem Arbeitszimmer

Die wichtigste Voraussetzung für ein Home Office ist die räumliche Bedingung, dass es überhaupt ein Home Office gibt – nämlich ein eigenes Arbeitszimmer. Wer den Fehler macht, sich ins Wohnzimmer vor den Fernseher zu setzen, wird nach kürzester Zeit in die Versuchung geraten, diesen einzuschalten und mal nachzuschauen, was gerade in der Welt passiert.

Die Kinder und der/die Partner/in kommen hinzu, man schwatzt ein bisschen und verliert schon wieder Zeit. Das technische Equipment muss daher in einem separaten Raum stehen. Erst recht sind datensensible Dokumente dort wegzuschließen.

Tipp Nr. 3: Konzentrationsfördernde Umgebung

Normalerweise fördert ein Großraumbüro nicht gerade die Konzentration, eine quirlige Familie allerdings auch nicht. Doch vor Letzterer kann sich der Heimarbeiter in sein Arbeitszimmer zurückziehen. Daher scheint das Home Office prinzipiell für die Konzentration gut zu sein.

Allerdings ist es nicht jedermanns Sache, in völliger Stille und ohne jeden sozialen Kontakt fokussiert zu arbeiten. Dann empfiehlt sich doch leise Hintergrundmusik. Auch gelegentliche Kontakte zu Kollegen sind nützlich. Sie können per Mail oder telefonisch stattfinden und sollten sich möglichst um berufliche Belange drehen.

Tipp Nr. 4: Regelmäßige Pausen und Arbeitszeiten

Im Büro gibt es Pausen, im Home Office muss es diese auch geben. Der oben erwähnte Mittagsschlaf ist nicht schlecht, aber diese Pause sollte halbwegs geplant ablaufen und nicht zu einer endlosen Verlängerung des Arbeitstages führen. Diese Versuchung besteht im Home Office immer: Theoretisch hat der Heimarbeiter Zeit bis zum Schlafengehen. Wer aber so arbeitet, verliert ganz erheblich an Lebensqualität und damit auch an Leistungsfähigkeit. Es muss auch im Home Office einen Feierabend geben.

Tipp Nr. 5: Präsenz zeigen

Heimarbeiter dürfen von ihrer Firma nicht vergessen werden. Sie sollten sich daher dort gelegentlich blicken lassen, anteilig auch im Büro arbeiten (viele Firmen bieten solche Modelle an) und immer wieder dem Chef eine Mail schicken. Die Zeiten im Büro dienen dazu, Arbeiten und Termine genau abzustimmen und das eigene berufliche Netzwerk wieder etwas enger zu knüpfen.

Fazit zur Arbeit im Home Office

Die Heimarbeit kann zu großer Entlastung und auch zu mehr Effizienz führen, doch sie bedarf einer klugen Gestaltung. Die eigene, optimierte Arbeitsumgebung, eine gute Zeitplanung und der regelmäßige Kontakt zur Firma sind wesentliche Voraussetzungen, damit ein Job im Home Office seine Vorzüge tatsächlich entfalten kann.

Abbildung: #121151887 | ©mast3r – fotolia.com

  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.   

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