Ideenklau im Beruf – Wie am besten damit umgehen?

IdeenklauSie haben eine gute Idee und möchten diese in Ihrem Business verwirklichen? Dann sollten Sie nicht voreilig mit Ihren Worten umgehen und darauf achten, dass Ihre Idee auch Ihr geistiges Eigentum bleibt. Man kann sich nicht effektiv und umfassend schützen, sondern sich lediglich davor bewahren, die Opferrolle einzunehmen und den Ideen-Dieb als Konkurrenten anzusehen und damit seine eigene Moral, seine ethische Einstellung und die Idee selbst in Frage zu stellen.

Vom Ideengeber nicht zum Opfer werden

Inhalt des Artikels "Ideenklau im Beruf – Wie am besten damit umgehen?"

Haben Sie im letzten Meeting eine bahnbrechende Idee vorgestellt und wollen sie Ihren Chef jetzt überzeugen, diese ins Unternehmen einfließen zu lassen? Mit stolz geschwellter Brust gehen Sie ins Wochenende und erzählen zuhause von Ihrem Glück. Als Sie am folgenden Montag ins Büro kommen und in die Gesichter Ihrer Kollegen sehen, entdecken Sie darin ein Geheimnis.

Im Laufe des Tages wird klar: Ihre Idee ist auf einmal nicht mehr Ihre sondern hat sich in den Besitz eines Kollegen geschlichen, der diese schon weiter voran getrieben hat. Sicherlich können Sie die offene Konfrontation suchen und dem Ideen-Dieb mal gehörig die Meinung sagen. Doch dem Betriebsklima tut dies nicht gut und Sie beschreiten mit Ihrer offenen Stellung einen Pfad, auf dem Sie schneller als gedacht zum Opfer werden und eine wenig vorteilhafte Position einnehmen.

Sie müssen sich mit dem Ideenklau aber auch nicht abfinden, sondern sollten schon das Gespräch suchen und den Mitarbeiter gezielt auf die Problematik ansprechen. Dabei treten Sie selbstbewusst auf und verfallen zu keiner Zeit in die Opfer-Täter Rolle. Halten Sie sich vor Augen: die Idee ist für Ihre Firma wichtig und wurde akzeptiert. Egal was nach außen dringt, der wirkliche Erschaffer sind Sie und wenn Sie ehrlich zu sich selbst sind, wissen Sie das auch.

Meldung beim Chef empfiehlt sich nicht

Auf keinen Fall sollten Sie Ihren Arbeitgeber mit Ihrer Erkenntnis aufsuchen und ihm davon berichten, dass Ihnen die Idee gestohlen wurde. Wie schon in der Schule erweist sich „petzen“ als wenig effektives Mittel und würde Sie vom klugen Ideengeber zu einem Opfer der gesamten Abteilung werden lassen.

Ausgrenzung und Mobbing, klare Anfeindungen und die Zerstörung des Teams können die Folge von offenkundigen Mitteilungen zum Ideenklau an die Chefetage sein. Die Gedanken können andere Mitarbeiter für sich selbst vereinnahmen, sämtliche Aufzeichnungen und Papiere zu Ihrer Idee gehören aber nach wie vor Ihnen und zeigen wer der Urheber ist. Ein Blick auf die Dokumente verschafft Ihnen Sicherheit und gibt Ihnen neue Möglichkeiten, mit dem Ideenklau umzugehen und den Täter als wahres Opfer zu erkennen.

Während Sie die Gedanken in Eigenregie entwickelt und Ihren ganzen Mut zur Vorstellung im Unternehmen zusammengenommen haben, hat sich der Ideendieb mit fremden Federn geschmückt und ruht sich nun auf den Ihnen zustehenden Lorbeeren aus. Nehmen Sie es hin und lächeln darüber. Immerhin wurde Ihre Idee befürwortet und es kommt die Zeit, in der Ihr Chef zu Ihnen kommt und die Ausarbeitung des Konzepts verlangt.

Nun haben Sie die Oberhand und können den Ideendieb direkt damit konfrontieren und mit einem Lächeln im Gesicht darum bitten, die Ausarbeitung zu übernehmen und das Konzept zu optimieren. Mit hochrotem Kopf wird der Ideendieb klein beigeben und Ihnen freiwillig das Feld überlassen.

Fazit

Während Sie im Privatleben die direkte Konfrontation suchen können, sollten Sie im Business bei Ideenklau strategisch vorgehen. Lassen Sie den Ideendieb ruhig in dem Glauben der eigenen Idee. Denn der Moment des Outings wird kommen und Ihnen die führende Position einbringen, da eine geklaute Idee kaum auszuweiten oder fortzuführen ist. Sie hingegen halten das Zepter in den Händen und haben die Gewissheit, dass Sie Ihre Idee problemlos vervollkommnen werden.

Foto:#50076214 | © Rudie – Fotolia.com

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