Hochbegabte im Beruf – So gehen Sie am besten mit Ihren Fähigkeiten um ohne anzuecken

Hochbegabte im Job stechen aus der Masse herausRund zwei Prozent aller Menschen in Deutschland haben einen IQ, der höher ist als 130 und gelten daher als hochbegabt. Wenn auch Sie zur geistigen Elite gehören, stehen Sie sicherlich häufiger vor den Problemen des Alltags. Auch Sie werden einem mehr oder weniger gewöhnlichen Beruf nachgehen, der Sie viel zu selten an Ihre Grenzen bringt. Dennoch müssen Sie sich anpassen, um Ihren Job zu meistern ohne dabei permanent anzuecken.

Verständnis und keine Überheblichkeit

Ja, Ihre Auffassungsgabe ist ungewöhnlich schnell. Sie erledigen Aufgaben in einem enormen Tempo und fühlen sich die meiste Zeit unterfordert. Das ist ein echtes Problem, aber Ihnen sollte bewusst sein, dass es Ihren Kollegen nicht so geht. Sie brauchen etwas länger und sind womöglich mit den ihnen anvertrauten Aufgaben gut ausgelastet. Nur weil Sie die Dinge also etwas schneller erfassen und besser umsetzen können, sollten Sie keinesfalls hochnäsig sein. Versuchen Sie trotzdem Verständnis zu haben für Ihre Kollegen, die eine durchschnittliche Intelligenz haben. Und keinesfalls sollten Sie herablassend mit Ihren Kollegen und/oder Vorgesetzten umgehen. Falls Sie selbst in einer Führungsposition sind, so erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern nicht zu viel. Was Sie können und verstehen, muss jemand anderem vielleicht dennoch mehrmals erläutert werden. Nehmen Sie sich diese Zeit.

Hochbegabung richtig einsetzen

Von Ihrer Hochbegabung kann Ihr Unternehmen profitieren. Zwar sollten Sie nicht erwarten, dass man Sie immer nur mit jenen Aufgaben behelligt, die Ihrer Intelligenz auch gerecht werden und die Sie zufriedenstellen, aber etwas mehr als das Gewöhnliche dürfen Sie dennoch erwarten. Versuchen Sie Ihren Vorgesetzten klar zu machen, dass Sie komplexe Sachverhalte, die schnelles analytisches Denken erfordern, gerne übernehmen und bieten Sie Ihre Hilfe an. Sobald Ihr Unternehmen erkannt hat, dass Ihre Fähigkeiten eingesetzt werden können und zu einen erheblichen Mehrwert haben, werden Sie weniger anecken und mit sich selbst zufrieden sein, weil Sie etwas leisten, das einen Nutzen hat. Gebraucht zu werden ist ein Gefühl, das Sie als hochbegabter Mensch in Ihrem Job genauso brauchen wie alle anderen Personen auch.

Die eigene Intelligenz für sich behalten

Niemand muss sein Umfeld darüber informieren, wie hoch der eigene IQ ist. Die meisten Menschen würden das alleine schon deshalb nicht tun, weil sie annehmen, dass sich andere dafür gar nicht interessieren. Dass Sie hochbegabt sind ist natürlich insofern entscheidend für Ihren Job als dass es Sie in Ihrem Tun und Handeln stark beeinflusst. Trotzdem sollten Sie nur jene Menschen darüber informieren, für die das auch wirklich relevant ist.

Ihre Vorgesetzten sollten das wissen, damit Sie als Person sich weniger häufiger rechtfertigen müssen und Ihre Arbeitsleistung realistisch bewertet werden kann. Aber müssen Ihre Kollegen das wissen? Nicht zwingend. Wer mit Ihnen nicht zusammenarbeitet, der möchte in der Kantine von Ihnen sicher nicht erfahren, dass Sie intelligenter sind als der Durchschnitt. Das wirkt unsympathisch und Sie werden anecken. Behalten Sie dieses Detail für sich, wenn es für Ihr Umfeld keinen Unterschied macht. Die meisten Menschen, mit denen Sie häufig zusammenarbeiten, werden Ihre besonderen Fähigkeiten sicher von ganz alleine bemerken.

Foto: #109585750 | © mast3r – Fotolia.com


Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Tipps.
  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.   

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