SCRUM, eine agile Methode zur Projektentwicklung

Scrum ManagementScrum bedeutet im wörtlichen Sinne “Gedränge” und beschreibt eine Vorgehensweise im Projektmanagement. Bewährt hat sie sich in der agilen Softwareentwicklung, sie kommt aber auch in anderen Bereichen der Projektentwicklung zum Einsatz.

Wir stellen Ihnen die Grundlagen der Methode und einzelne Schritte vor. In SCRUM sind zudem verschiedene Rollen definiert, die wir Ihnen im einzelnen vorstellen.

Regeln von Scrum

Es gibt wenige Regeln für Scrum, die vier Ereignisse, drei Rollen und drei Artefakte beschreiben. Sie machen den Kern von Scrum aus. Ein Scrum-Framework bedarf der Konkretisierung der Regeln durch bestimmte Techniken der Umsetzung. Der Scrum-Core wurde von diesen Techniken getrennt, damit die Ausgestaltung individuell erfolgen kann und die zentralen Wirkungsmechanismen eindeutig zu definieren sind.

Scrum-Ansatz

Der Scrum-Ansatz ist empirisch, iterativ (durch mehrfache Wiederholungen geprägt) und inkrementell (vom Ziel der permanenten Verbesserung getrieben). Er ergibt sich aus der Tatsache, dass Entwicklungsprojekte in der Regel zu komplex sind, als dass ein anfänglicher, vollumfänglicher Plan effizient zum Ziel führen würde. Am Anfang sind viele Anforderungen und Lösungsansätze unklar. Erst durch Zwischenergebnisse ergibt sich das weitere Vorgehen. Dennoch existiert zumindest ein grober langfristiger Plan (Product Backlog), der kontinuierlich verbessert wird. Das Product Backlog unterteilt sich in Sprint Backlogs (Detailpläne), die stets für neue Entwicklungszyklen erstellt werden. Diese Zyklen heißen Sprints. Die empirische Verbesserung im Rahmen von

Scrum fußt auf den folgenden drei Säulen:

  • Transparenz bezüglich aller Fortschritte und Hindernisse des Projektes
  • Überprüfung der Projektergebnisse
  • Anpassung der Anforderungen

Rollen im Scrum

Die drei Rollen der Beteiligten an einem Scrum-Projekt sind:

  • Product Owner: verantwortlich für die fachlichen Anforderungen
  • ScrumMaster: Manager des Scrum-Projekts
  • Team: Projektentwickler

Stakeholders sind Beobachter und Ratgeber. Im Product Backlog werden die Anforderungen aufgestellt, erweitert und priorisiert. Dadurch ist das Product Backlog ständig im Fluss. Für eine sinnvolle Arbeit entnimmt das Team monatlich ein definiertes Arbeitspaket in Absprache mit dem Product Owner dem am höchsten priorisierten Ende und setzt es in Funktionalität um. Dieses Increment (Arbeitspaket) wird während des Sprints in seiner ursprünglichen Form ohne Zusatzanforderungen ausgeführt. Die weiteren Teile im Product Backlog kann der Product Owner fortlaufend ändern und neu priorisieren. Das Increment kann in noch kleinere Pakete (Tasks) unterteilt werden, deren Fortschritt im Sprint Backlog notiert wird.

Das Team wird während eines Sprints die Tasks in ein IPSF umsetzen (Increment of-Potentially Shippable Functionality, potenziell produktiv einsetzbarer Anwendungsteil). Der Abgleich des Fortschritts erfolgt im Team täglich in einem zeitlich limitierten Meeting (in der Regel auf 15 Minuten). Durch dieses Daily Scrum Meeting weiß jeder Beteiligte, wie der Stand aller Arbeiten im Team aktuell beschaffen ist.

Am Ende eines jeden Sprints liefert das Team für den Product Owner das Sprint Review in einem entsprechenden Meeting ab. Dabei sieht der Product Owner live die implementierte Funktionalität. Es gibt während des Sprint Review Meetings keine Demos oder unfertige Entwicklungen. Der Product Owner kann daraufhin die kommenden Anforderungen definieren, die er im kommenden Sprint Planning Meeting präsentiert. Damit beginnt ein neuer Scrum-Prozess.

Reporting im Scrum

Der Projektfortschritt wird transparent durch den Reporting-Mechanismus des Burndown Charts dargestellt. In diesem zeigt eine Kurve den Fortschritt des aktuellen Sprints und des gesamten Projekts an. Verzögerungen oder Probleme werden mit eingezeichneten Trendlinien dargestellt und sind dadurch rechtzeitig erkennbar. Es entstehen durch die inkrementelle Vorgehensweise im Scrum und durch die Organisation von Entwicklungsabschnitten in Time Boxes (vordefinierten Zeitabschnitten) klare Schritte, die zielgerichteter zum Erfolg führen, weil sich die nächstliegenden Aufgaben durch den bisherigen Fortschritt bestimmen lassen.

Welche Ziele lassen sich mit Scrum erreichen?

Durch Scrum werden hochwertige Produkte schneller und damit kostengünstiger entwickelt. Das ist das Hauptziel, doch gleichzeitig verschwinden auch hierarchische Rollen in Entwicklerteams, welche in der Vergangenheit zum Hemmnissen führten. Die Teammitglieder können während des Sprints vollkommen frei Lösungen für den aktuellen Abschnitt entwickeln. Das Endprodukt profitiert davon.

Abbildung: #263607119 | ©mast3r – fotolia.com

  • Marion Schomacher

    Die Inhaberin der Website upgreat.de

    Marion Schomacher ist Geschäftsführerin von UPGREAT®. Als BDVT zertifizierte Trainerin, Beraterin und Coach hat sie sich nicht nur auf Business-, Führungskräfte- und Karriere-Coaching spezialisiert, sondern bietet auch Seminare und Workshops zu Themen wie Kommunikation, Konflikt-Management, Softskills, und Teamentwicklung. Sie verfügt über langjährige Führungserfahrung in einem international agierenden Umfeld.   

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