Zeit stoppen Schaubild

60-60-30-Takt für produktives Arbeiten

Der 60-60-30-Takt dient als Methode für das Zeitmanagement dem produktiven Arbeiten und gilt sogar als Idealmaß der Zeiteinteilung. Es gibt allerdings auch kleinteilige Methoden wie die Pomodoro-Technik, die auf 25-minütige Arbeitsphasen mit Pausen dazwischen setzt.

Wie funktioniert das Zeitmanagement nach dem 60-60-30-Takt?

Der strukturierter Arbeitsrhythmus nach der 60-60-30-Methode sieht wie folgt aus:

  • 50 Minuten fokussierte Arbeit
  • 10 Minuten Pause
  • 60 Minuten fokussierte Arbeit
  • 30 Minuten Pause

Dadurch entsteht ein Fragment aus zwei Einheiten zu 60 Minuten und einer Einheit zu 30 Minuten. Es gehört zu dieser Art von Zeitmanagement eine Planung. Wir sollten uns überlegen, welche Aufgaben wir in den ersten 50 und den zweiten 60 Minuten erledigen können. Sie sollten inhaltlich geschlossene Blöcke sein und idealerweise aufeinander aufbauen. Daher kann es sich auch um eine einzige Aufgabe handeln, die in rund zwei Stunden Arbeitszeit zu erledigen ist.

Der Aufbau hat einen ganz bestimmten Sinn: Die normale Konzentrationsphase eines Menschen liegt bei 45 bis 60 Minuten. Die ersten 50 Minuten schöpfen zumindest den unteren Rand voll aus, doch meistens stellen wir dann fest, dass die innere Anspannung der neuen Aufgabe eine Pause erzwingt. In den zweiten 60 Minuten sind wir schon voll auf das Thema fokussiert und halten daher eine volle Stunde durch. Natürlich ist diese Einteilung für das Zeitmanagement ein Vorschlag und kein Dogma. Es können also auch zunächst 45 und dann 65 bis 70 Minuten oder auch zweimal glatt 60 Minuten sein. Wichtig sind die Pausen. Wir benötigen nach der ersten knappen Stunde eine kurze und nach zwei Stunden eine längere Pause. Der Kopf muss durchlüften.

Ablenkungen ausschalten

Die 60-60-30-Methode gehört zwar zum Zeitmanagement, bedarf aber auch einer gewissen Ausgestaltung. Ablenkung ist während der Arbeitsphasen strikt zu vermeiden. Das kann sogar beinhalten, das Telefon abzuschalten. Auf keinen Fall sollten wir während der 50- bis 60-minütigen Arbeitsphasen E-Mails lesen oder den Terminkalender durchblättern. Auch ein Radio als Background im Büro ist höchst hinderlich. Des Weiteren funktioniert diese Art von Zeitmanagement nur, wenn wir auch nicht durch Besucher gestört werden können.

In den Pausen wiederum sollten wir uns komplett und damit auch physisch von der Arbeit trennen. Das inkludiert, den Arbeitsplatz zu verlassen und nicht nur dem Geist, sondern auch dem Körper eine Pause zu gönnen – selbst von der Arbeitsposition, nämlich der angespannten Sitzhaltung. Die meisten Menschen registrieren gar nicht, wie verspannt sie vor dem Computer hocken (trotz ergonomischer Büromöbel). Dann wundern sie sich über Bandscheibenvorfälle, von denen Büroarbeiter am zweithäufigsten nach den Dachdeckern betroffen sind. Wer allerdings von sich weiß, dass sie/er in dieser Hinsicht gefährdet ist, muss zwischenzeitlich für 20 bis 30 Sekunden einige Rumpfbeugen machen.

Warum funktioniert diese Art von Zeitmanagement so gut?

Es ist nicht die einzige Methode, die Arbeitszeit einzuteilen (siehe oben der Verweis auf Pomodoro), doch für größere Arbeiten eignet sie sich perfekt. Unser Gehirn nimmt eine Arbeitsaufgabe sowohl selektiv als auch im Ganzen wahr. Die einzelnen Teilabschnitte werden zwar gesondert betrachtet, jedoch gleichzeitig immer in den gesamten Kontext eingeordnet. Eine Gedächtnisleistung bedeutet nicht, einzelne Daten aufeinander zu stapeln oder aneinanderzureihen, sondern sie in ein logisches System einzuordnen, das in diesem Fall durch die Gesamtaufgabe repräsentiert wird. Daher ist es sinnvoll, sich dieser Gesamtaufgabe am Stück zu widmen.

Wir kennen es alle: Wer eine Arbeit abends liegen lässt und morgens weitermachen will, benötigt einige Zeit, um sich in das schon Erledigte hineinzudenken. Das ist ein überflüssiger Aufwand, den das Zeitmanagement nach der 60-60-30-Methode vermeidet. Sie eignet sich am besten, wenn eine Aufgabe inhaltlich in rund zwei Arbeitsstunden zu erledigen ist oder wenn zwei Aufgaben von je einer Stunde inhaltlich aufeinander aufbauen.

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